Listenplatz 1: Wilhelm Notte

Wilhelm Notte, Bitburg [52 Jahre]

Schreinermeister/Möbeldesigner, selbstständig

 

„Bitburg braucht ein perspektivisches Leitmotiv, ein Leitbild, ein Idealbild Stadt Bitburg, welches als konzeptionelle Grundlage unserer Stadtentwicklung dient.“

„Wir brauchen eine professionelle Visualisierung der wesentlichen Projekte, damit die Leute verstehen, was wir wollen, und warum wir das wollen.“

„Wir müssen die Bevölkerung mitnehmen und am Entstehungsprozess der größeren Projekte beteiligen.“

 

Als ich jung war, hatte ich zwei Berufsoptionen: Trompeter oder Schreiner.

Trompete spielen ist wie Sport machen: man weiß erst sehr spät wie weit man kommt. Ich habe mich für Schreiner entschieden, weil ich von Anfang an das Gefühl hatte, in diesem Beruf meine Ziele erreichen zu können. Den Schreinerbetrieb habe ich von meinem Vater übernommen und ausgebaut. Dort fertigen wir für unsere Möbelmarke „Belfakto“ Tische, die wir weltweit vertreiben. Wir machen auch Innenausbau und fertigen individuelle Möbel an, aber mein Herz hängt an unseren Tischen, weil sie in unserem immer hektischer werdenden Alltag für viele zum wertvollsten Möbelstück avanciert sind: im Privaten wird das gemeinsame Familienessen zelebriert, im Geschäftlichen werden Ideen oder Strategien erarbeitet, es wird diskutiert, gelacht, es wird Gemeinschaft gepflegt. Bei meinen Entwürfen sind Ästhetik, Sinnlichkeit und Rhythmus die wichtigsten Gestaltungskriterien.

 

Mein Beruf ist mein Leben, ich denke auch in meiner Freizeit an (fast) nichts anderes.

Trotzdem bin ich auch ein Familienmensch. Meine Frau Haydee stammt aus Brasilien. Kennen gelernt habe ich sie in einem Urlaub in Marokko. Sie ist mein absoluter Glücksfall. Einer unserer beiden Söhne arbeitet in unserem Betrieb. So gibt mir meine Familie Geborgenheit und die Gewissheit, dass das, was ich mache, weiter geführt wird.

 

Ich brauche das Gefühl, Freiräume zu haben und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ohne Freiraum kann man nicht kreativ sein.

Als freiheitsliebender Mensch passt die LISTE STREIT am besten zu mir. Wir sind keiner einengenden Ideologie verpflichtet, sondern es geht immer nur um die Belange unserer Stadt und ihrer Menschen. So verfolgen wir das Ziel, auf der Grundlage unseres an den Belangen der Bitburger ausgerichteten Wertekonzeptes aus Bitburg eine Stadt zu formen, die attraktiv ist und eine hohe Lebensqualität zulässt. Wir wollen eine Lebenskultur, die klar nach vorne gerichtet ist. Das Bekenntnis zum Städtischen und zur Moderne beinhaltet gleichzeitig die Forderung nach einem klaren Aufbau oder einer klaren Struktur mit einer erkennbaren Zentrenhierarchie, einem hohen Wiedererkennungswert, mit spürbarer regionaler Tradition. Die Stadt soll ein stärkeres Profil erhalten und erkennbar und dauerhaft ihr kulturelles Erbe pflegen.

 

Ich bin Fraktionsvorsitzender der LISTE STREIT und Mitglied im Stadtrat, Bauausschuss und Ältestenrat.

Mit einem Gestaltungskonzept möchte ich das Leitbild unserer Stadt klären - eine Vision, wie Bitburg später aussehen könnte. Die Einwohner sollen sich mit ihrer Stadt und ihren Zielen identifizieren. Bis sich eine solche Idee durchsetzt, kann es sehr lange dauern. So braucht man viel Geduld, wenn man etwas erreichen will.