Listenplatz 6: Peter Kockelmann

Peter Kockelmann, Bitburg-Stahl
[61 Jahre ]

Verwaltungsangestellter

 

„Soziale Gerechtigkeit und gutes Diskutieren."

 

Nach meinem Elektrotechnikstudium habe ich beim ZDF in Mainz gearbeitet.

Man verdiente damals gutes Geld, aber die Gastronomie war immer mein Traum.

Schon mit 15 Jahren legte ich Platten im „Lamplight“ auf, der ersten Diskothek Bitburgs. Meine Selbständigkeit begann mit einem kleinen Jeansladen in Bitburg. Aber ich wollte auch aus der Kleinstadt ausbrechen und etwas anderes kennenlernen. So flog ich in die USA. Als ich an der Ostküste in einer Bar saß, begeisterten mich Stummfilme von Stan & Ollie und Buster Keaton, die dort liefen.

Es entstand die Idee, 1976 in Bitburg einen Pub mit dem Namen „Ollie & Stan“ am Petersplatz aufzumachen. Damals - mit 23 Jahren - heiratete ich, und im gleichen Jahr bekamen wir unsere Tochter. 13 Jahre später eröffnete ich gegenüber das „Pitter´s Pub“, und unser Sohn kam zur Welt. Das war eine sehr schöne Zeit mit vielen Party´s, Konzerten und Events. Als Hobbykoch hatte ich immer den Wunsch nach einem eigenen Restaurant. Dieser ging mit dem „Steakhouse“ am Bahnhof in Bitburg in Erfüllung.

Mein Ziel war, mit 55 Jahren mit der Gastronomie aufzuhören. Heute arbeite ich im Marienhaus Klinikum Eifel am Empfang im Nachtdienst und bin sehr glücklich.

In meiner Freizeit male ich gerne, restauriere alte Möbel, sammle Antiquitäten und höre Musik aus den 70ziger Jahren. Ich besitze eine alte Musikbox, die noch Beatles-Lieder spielt.

Meine Bilder male ich meistens spontan. Sie hängen bei Freunden und bei uns zu Hause. Auch sonst bin ich kreativ. So habe ich beispielsweise einen alten Erdnussautomaten in eine Lampe umgebaut.

Mit der Politik begann ich im Grunde schon als Schulsprecher.

Ich wollte mir damals schon nicht alles gefallen lassen und versuchte, mich durchzu-setzen, wo es nur ging.

Nach 30 Jahren Bitburger Stadtrat bin ich immer noch gerne dabei. Ich war in den unterschiedlichsten Ausschüssen tätig, und von 2004 bis 2009 Erster Beigeordneter der Stadt Bitburg. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen. Seit vier Jahren bin ich in der LISTE STREIT, für die ich jetzt zum ersten Mal kandidiere. Dort kann man seine eigene Meinung vertreten, ohne abgestraft zu werden. Es ist ein gutes Diskutieren. Ich bin zum Beispiel ein Gegner des Innenstadtrings. Mir geht es aber auch um soziale Gerechtigkeit. Während meiner Beigeordnetentätigkeit habe ich viele Leute mit Problemen kennen-gelernt. Ich helfe gerne, wo ich kann, oder höre einfach nur mal zu.