Listenplatz 1: Winfried Kessler

Winfried Kessler, Bitburg-Masholder
[50 Jahre]

Mitarbeiter der Technischen Abteilung im Krankenhaus Bitburg

 

„Sich für die Allgemeinheit engagieren, das eigene Umfeld zu gestalten, stärkt den Zusammenhalt der Gemeinschaft und macht zufrieden und glücklich.“


Nach der Bundeswehr habe ich im Krankenhaus Bitburg als Maler und Lackierer angefangen. Mein Berufsfeld hat sich innerhalb der 28 Jahre stark gewandelt. Heute arbeite ich in der technischen Abteilung: Stromausfälle, kleinere Reparaturen, Inventarisierung medizinischer und technischer Geräte oder Heizungsanlagen kontrollieren. In meinem Job muss ich viel improvisieren und organisieren. Dabei lerne ich immer wieder dazu. Im Bereitschaftsdienst weiß man nie, ob die Toilette verstopft ist oder das Krankenhaus brennt.

Eigentlich habe ich mit 16 Jahren aufgehört Fußball zu spielen. Aber wenn man eigene Kinder hat, ändert sich vieles wieder. Als mein fünfjähriger Sohn 1998 im Stahler SC anfing, wurde ich gefragt, ob ich nicht die Jugendarbeit mit ankurbeln möchte. 2001 wurde ich zum Jugendleiter gewählt, und seit 2006 bin ich erster Vorsitzender des Stahler SC. Gemeinsam mit dem TuS Mötsch haben wir uns in der Zwischenzeit von zwei auf elf Mannschaften mit über 160 Jugendlichen vergrößert. Der Umgang mit den einzelnen Jugendlichen war für mich auch ein toller Lernprozess. Durch die Integration von Kindern anderer Nationalitäten habe ich viel über deren Kulturen gelernt. Im Mannschaftssport arbeiten alle auf ein Ziel hin. Da müssen sich alle akzeptieren.

Irland und Kochen gehören auch zu meinen Hobbys. Das Interesse für Irland kam durch die Musikgruppe „U2“. Landschaft und keltische Kultur begeistern mich an diesem Land. Eine Idylle, ähnlich wie in der ländlichen Eifel. Mittlerweile ist Irland wie eine zweite Heimat geworden. Ein weiteres Hobby ist Whiskey sammeln. Whiskey habe ich durch die Amerikaner kennengelernt. Aber die richtige Leidenschaft begann mit einer Flasche irischen Whiskeys. Danach wollte ich mehr über die Produktion und die Geschichte wissen. Außerdem bin ich noch in einem Kochclub. Wir haben uns alle in einem Volkshochschulkurs kennengelernt und treffen uns schon seit 1987- mittlerweile einmal im Monat.

Meinen ersten Kontakt zur Politik hatte ich als Schulsprecher. In der LISTE STREIT bin ich seit 15 Jahren, und im Ortbeirat Masholder seit zehn Jahren. Es macht Spaß, bei der Gestaltung unseres Ortes dabei zu sein. Spielplatz, Baugebiete oder Dorfgemeinschaftshaus. Es gibt immer wieder neue Dinge, die man verbessern kann. Wie auch die Verkehrsberuhigung an den Ortsausgängen. Seitdem ich in der Politik bin, hat sich meine Sichtweise verändert. Wenn man weiß, wie Entscheidungen zustande kommen - die gesetzlichen Hürden und alles, was für Außenstehende nicht nachvollziehbar ist - urteilt man nicht mehr so negativ über die Kommunalpolitiker. Ich bin im Stadtrat und im Bauausschuss. Da wird viel diskutiert, und manchmal ist es auch anstrengend. Auch in der LISTE STREIT gibt es unterschiedliche Meinungen. Aber das finde ich gut, weil man sich nicht verbiegen muss. Sich für die Allgemeinheit engagieren, das eigene Umfeld zu gestalten, stärkt den Zusammenhalt der Gemeinschaft und macht zufrieden und glücklich. Um die Menschen für die freiwillige Arbeit in der Gemeinschaft zu begeistern, muss man sie allerdings persönlich ansprechen. Für die Menschen, für die Zukunft und für gegenseitigen Respekt, dafür lohnt es sich zu arbeiten. Mensch sein in Bitburg.

 
 
 

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